Geld stinkt nicht nicht - Ein Artikel von Wert
Nein, ich werde mich hier nicht über den Euro beschweren. Allerdings gibt es schon einige Momente, in denen ich so bei mir denke, wie sinnlos Geld doch eigentlich ist. Ließe man es einfach weg, würden die Leute natürlich etwas sagen wie "Was denn, soll ich jetzt etwa umsonst arbeiten!?" oder "Kein Geld mehr? Dann sind doch alle arm!", aber warum würden sie das? Weil es vorher anders gewesen wäre. Früher war schließlich immer alles besser. Aus Prinzip! Dabei ist Geld eigentlich ein in sich geschlossener Teufelskreis. Denkt man sich den offensichtlichen Zweck - also den eigentlichen Wert - weg, ist Geld zu nichts zu gebrauchen. Außer vielleicht für Origami. Es bringt also schlichtweg nichts.
Man hat also beispielsweise 10 Euro. Davon kauft man sich ein Buch. Dann hat man selbst ein Buch. Die Verkäuferseite hat dann Papier und/oder Metall. Also für den Privatgebrauch im Normalfall nur nutzloses Zeug. Man tauscht also etwas brauchbares gegen die Illusion eines Gegenwerts. Und das funktioniert nur, weil scheinbar die gesamte Menschheit von derselben Illusion befallen ist.
Auch Seltenheit ist kein Argument. Wenn es z.B. einen einfachen Stein* nur einmal auf der Erde gibt, wird er dadurch ja auch nicht so wertvoll, dass man ihn gegen ein Auto eintauschen könnte. Und falls doch, wollte ich nicht wissen, in welchem Zustand dieses Auto sein muss. Geld ist also nur dadurch wertvoll, dass ihm von uns Wert zugemessen wird. Würde sich dieser Gedankengang auf der ganzen Welt ausbreiten, könnte sie eine bessere werden. Und man hätte mehr Papier für Origami. Allerdings müsste dazu wohl erst die Menschheit eine bessere werden...


*Platzhalter-Alarm: Steinsammler, Verfechter von Steinrechten und dergleichen ersetzen den Stein durch etwas für sie völlig wertloses.


~Wayne~