Von Einschaltquoten und Jahrestagen
Achtung: Dieser Artikel kann durch die Zeit reisen! Er wurde gestern geschrieben, erschien aber erst heute!
So, nach reiflicher Überlegung steht nun endlich das neue Konzept fest: Es gibt keins. Kein richtiges zumindest. Deshalb tue ich es ab jetzt erstmal dem Privatfernsehen gleich und bringe hier viel Werbung, die gelegentlich von etwas mehr oder weniger Sinnvollem unterbrochen wird.
Heute will ich mich also erst einmal den Einschaltquoten widmen, einem von mir zutiefst verachteten Brauch, der unter anderem für das frühzeitige Ende von "Firefly" und "Better Off Ted" gesorgt hat. Weil viele nicht wissen, wie das System überhaupt funktioniert, fasse ich das mal kurz zusammen (Die deutsche und die amerikanische Variante sind sich ziemlich ähnlich, aber weil die meisten guten Serien sicher nicht aus Deutschland kommen, benutze ich einfach die amerikanische Ausführung als Beispiel):
Eine bestimmte Anzahl ausgewählter Haushalte bekommt sogenannte "Nielsen Boxes", die die Fernseherbenutzung aufzeichnen und nachts über die Telefonleitung versenden. Dann wird ausgewertet und hochgerechnet. Anschließend wird erfahrungsgemäß alles, was nicht den Erwartungen entsprechend gesehen wurde, kurzerhand abgesetzt. Dabei spielt es selbstredend keine Rolle, ob es wirklich schlecht war oder nicht.
Und an dieser Stelle fangen die Probleme an: Ist es wirklich die Mehrheit der Bevölkerung, die etwas schlecht findet oder wurden einfach nur Haushalte ohne Geschmack ausgewählt? Selbst wenn die Mehrheit etwas schlecht findet, kann man sich nicht einfach mit etwas zufrieden geben, das halbwegs gut läuft, nur weil es gut ist? Und warum zum Henker scheinen gerade die deutschen "Panelgruppen" immer wieder aufs Neue schlechten Geschmack zu beweisen? Und was verstehe ich überhaupt unter "schlechtem Geschmack"?
Die letzte Frage kann ich beantworten: Unter schlechtem Geschmack stufe ich alles ein, bei dessen "Genuss" man buchstäblich spüren kann, wie die letzten Hirnzellen das Weite suchen.
Kommen wir zum zweiten Thema: Jahrestage
Gegen Jahrestage an sich habe ich rein gar nichts. Ich verstehe nur nicht, warum man einen Vorgang feiert, der so alt und so natürlich ist wie der Sonnenaufgang. Genauso gut könnte man sagen: "Hey, heute vor genau einem Jahr ist auch die Sonne aufgegangen! Das muss gefeiert werden! Nennen wir es den Weltsonnentag!" Nicht nur wäre das komplett sinnlos, sondern man müsste auch ein neues Wort dafür finden, weil es einen "Welt"-Sonnentag nicht geben kann. Danach müsste man sich natürlich auch überlegen, an welchem Tag das überhaupt stattfinden soll...
Nächstes Mal vielleicht bei Wayne:
Kann man in der Zeit reisen, indem man alle Uhren weltweit umstellt?
~Wayne~
excelior am 19. Januar 11
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