Dienstag, 27. Juli 2010
Deutsche Wert(los)arbeit
Vor nicht allzu geraumer Zeit hatte ich mich hier in dem Beitrag "Sind Trailer die neuen Filme" über typisch deutsche Serien, Filme und Filmtitel geäußert. In besagtem Beitrag versprach ich zwar auch, das Thema "Kinowerbung für Kinowerbung" bald aufzugreifen, aber das wird wohl vorerst warten müssen. Diese Werbung wird ohnehin bestimmt noch lange genug erhalten bleiben, um mich ausführlich darüber auslassen zu können. Nun aber zuerst zu deutschen Filmen und Filmtiteln.
Erst einmal muss man dazu vermutlich aufzählen, wo man bei einem Film überall Mist bauen kann: Das wären hauptsächlich Drehbuch, Umsetzung und Schauspieler. Natürlich kommt es überall ab und zu vor, dass etwas davon nicht so richtig für Begeisterung zu sorgen weiß, aber beim Großteil der deutschen Filme stimmt absolut nichts davon.
Zur Veranschaulichung folgt wieder eine Beispielreihe:
Stimmt das Drehbuch nicht, könnte das in etwa so aussehen: "Ich glaube, ich stecke in einer Glaubenskrise." - "Erzähl mal." - "Ich bin doch eigentlich Buddhist. Aber weil mir erste Zweifel gekommen sind, wollte ich mir sicher sein, dass das mit der Wiedergeburt klappt. Ich dachte mir so 'Hey, Katzen haben doch sowieso neun Leben, da wird eins schon nicht ins Gewicht fallen'. Aber jetzt wird und wird sie einfach nicht wiedergeboren und ich mache mir Gedanken, ob mir das mal genauso ergehen wird." All jene, die nun denken, dieser Text sei gar nicht so schlimm, stellen sich diesen nun bitte dort vor, wo er am wahrscheinlichsten landen würde: in einem deutschen Krimi.
Nun zur Umsetzung. Hier eignet sich am besten das Konzept "Telenovela". Der Hauptgedanke, der in verantwortlichen Produzentenköpfen zu stecken scheint, ist eindeutig: "Hey, die erste war doch erfolgreich (- warum auch immer)! Lasst uns noch zwölf hinterherjagen! Wir brauchen ja nichts am Grundablauf zu ändern, Hauptsache die Figuren sehen immer anders aus!" Wie es der Zufall will, scheinen viele deutsche Produzenten diesen Gedankengang zu haben und zögern auch nicht, ihn in die (Un)Tat umzusetzen.
Jetzt zu den Schauspielern. Man stelle sich folgende Szene vor: Vor kurzem wurde jemand ermordet. In diesem Moment betritt der Hauptcharakter den Tatort, entdeckt die Leiche und sagt dann, natürlich völlig gelassen und mit gleichgültigem Gesichtsausdruck: "Oh mein Gott." Er lässt sich hinfallen, oder anders ausgedrückt: Er kniet sich langsam hin, behutsam darauf achtend, dass er beim Aufprall nicht den geringsten Stoß erleiden muss. Wer hat schließlich nicht schon von Leuten gehört, die sich beim Hinknien das Bein gebrochen haben? Richtig, so was passiert ständig und ist genauso alltäglich wie die Entdeckung einer Leiche!
Und wie sähe das wohl aus, wenn nichts von alldem stimmt? Zum Beispiel so: Gerade hat sich herausgestellt, dass der Entdecker des Mordopfers auch der Mörder war. Eine wirkliche Überraschung stellt das allerdings nicht dar, da die Tat bereits am Anfang gezeigt wurde und der Täter ausreichend beleuchtet war, um ihn spielend identifizieren zu können. Natürlich ist das auch für die Darsteller nichts Neues und so beginnt der Dialog des Ermittlers mit dem Mörder: "Was haben Sie sich nur dabei gedacht?", fragt er gelangweilt, worauf der Befragte geistesabwesend antwortet: "Dieser Mistkerl hat mich dauernd geschlagen." - "Wohin? Ich sehe nicht einmal blaue Flecken." - "In Mario Kart." Ohne auch nur eine Miene zu verziehen, bringt der Ermittler noch einen letzten typischen Satz ein, natürlich teilnahmslos wie eh und je: "Schafft mir diesen Dreckskerl aus den Augen." Dieser regt während des Abführens nicht einen Muskel und wird mit den Worten "Das wird ein Nachspiel haben!" in das Polizeiauto gedrängt.
Im Trailer für diesen Film werden selbstverständlich die erste sowie die letzte Szene gezeigt, nebst der Anmerkung "basierend auf einer wahren Begebenheit"
(= Polizeiautos gibt es wirklich).
Nun wird manch einem aufgefallen sein, dass in diesem Text eine Botschaft an die deutsche Filmindustrie versteckt ist. Zu deren Betonung ist es wohl besser, sie nochmals auszuformulieren: Macht doch bitte mal etwas anderes als immer wieder den gleichen Einheitsbrei! Und hört mit diesem "Reality"-Sch--und auf!

~Wayne~



Dienstag, 20. Juli 2010
Fernsehen und Ferndenken
Nun macht ja schon seit geraumer Zeit das Gerücht die Runde, durch Fernsehen verblöde man nur. Wobei "Gerücht" wohl das falsche Wort dafür ist. "Verallgemeinertes Vorurteil" träfe es schon besser. Denn zunächst sollte man schon differenzieren, ob nun Fernsehen wirklich verblödet oder ob da oft einfach nur Blöde fernsehen. Was das Programm sehr vieler Sender angeht, wird vermutlich zweiteres der Fall sein, denn irgendwo muss die Begründung doch herkommen, so etwas überhaupt auf die Menschheit loszulassen. Dann stellt sich natürlich auch die Frage, ob auf Zuschauer solcher Sendungen das Wort "Verblödung" überhaupt noch anwendbar ist oder ob das Einschalten solcher nicht schon eine gewisse Grundblödheit voraussetzt. Hier empfiehlt sich einmal mehr ein Beispiel. Nehmen wir also wieder den hypothetischen Sender "RDL" zur Hilfe. Ebenso einen Zuschauer namens Konsu Ment und einen weiteren Sender, "N42". Nun gibt es meines Wissens keinen Sender, auf dem nicht hin und wieder "Zombieprogramm" (könnte etwas Hirn vertragen) läuft, aber zurück zum Beispiel. Variante #1: Konsu ist seit Jahren arbeitslos und treibt sich des Nachts gerne auf der Straße herum, wo er die Mülltonnen nach der "TILT"-Zeitung vom Vortag durchstöbert. Würde er nun eine Dokumentation über die neuesten Erkenntnisse der Weltraumforschung sehen wollen oder doch lieber die "RDL"-Sendung "Wir sind fast da, lass mich hier raus"? Jetzt zu Variante #2: Konsu studiert im zweiten Semester Jura. Worauf seine Wahl wohl diesmal fallen wird? Vermutlich auf die Doku, aber das sollte ich mir vielleicht doch noch von einer Fernsehwahrsagerin bestätigen lassen...
Etwas anders verhält sich das mit Nachrichten. Während man auf einem Sender vom ach so schlimmen Klimawandel hört, erzählt man auf einem anderen vom ach so harmlosen Klimawandel. Auf wieder einem anderen Sender läuft indes ein Bericht über Jugendsünden und Liebesleben eines Prominenten, nach dem man in der Werbepause gefragt wird, ob der Fußball-Weltmeister von 2010 nun Spanien oder Liechtenstein war. Dem Fernsehen kann man daran aber nicht die Schuld aufladen, denn in anderen Medien ist das nicht anders. Mit dem jeweiligen Sender hängt das - zumindest in den ersten beiden Fällen - auch nicht zwangsläufig zusammen, denn auch ein einziger Sender kann Neuigkeiten bringen wie "Katzengrippe greift um sich - schnellstmögliche Impfung empfohlen", um dann am Folgetag kundzutun: "Erste Untersuchungen zeigen: Katzengrippe doch nicht so gefährlich". Wenn man also besonderen Wert auf die exakte Richtigkeit einer Information legt, sollte man entweder keine Nachrichten schauen oder einfach nicht alles blind glauben, das man aufgetischt bekommt. Zur Verblödungstheorie dürfte sich abschließend sagen lassen, dass das primäre Ziel der meisten Sender die Unterhaltung ist. Und diese ist abhängig von den zu unterhaltenden Zuschauern. Solange es also genügend Leute gibt, die sich Zombieprogramm ansehen, kann man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit schon mal auf Staffel 423 von Zombieshow X freuen. Ist das nicht WAHNSINN?

~Wayne~



Dienstag, 13. Juli 2010
Right English
I think, the problem with English is for many Germans, that they build sentences like they would do it in German. Too, they fall on many false friends in, which hangs together with direct near-lying translations. Another ground could be the late learning. The elder the brain, the badder its learning. The typical fault with "th" is too connected with this, seems it though that old peoples have more difficulties with its pronunciation than youngs. Especially bad is it with translated speakwords and so farer like "Who others a hole digs, falls self in" or "Too a blind chicken finds once a corn" or too "Idlewalk is every truck's beginning", "I think I spider" or "I have no plane". And because the main problem is your brain, gives it only one solution approach: Have you tried turning it off and on again?

~Wayne~



Dienstag, 6. Juli 2010
Sind Trailer die neuen Filme?
Das könnte man zumindest oft meinen. Wer kennt das nicht? Man freut sich auf einen Film, weil der Trailer so vielversprechend aussah, aber im Prinzip hatte man das beste bereits im Trailer gesehen. Da fragt man sich, ob es sich überhaupt noch lohnt, sich die Filme anzusehen oder ob man nicht direkt auf Trailer umsatteln sollte. Zumal Trailer auch sehr viel zeitsparender und kostengünstiger sind. Einziges Manko: Man verpasst die Kinowerbung. Und wie soll man ohne diese überhaupt erfahren, dass es ein Kino gibt, wenn man es nicht vor dem Film mitgeteilt bekommt? Nicht zu vergessen die Kinowerbung für Kinowerbung, aber das ist eine andere Geschichte, die hier auch noch mit Sicherheit aufgegriffen wird. Aber zurück zum Hauptthema: Volksmusik kann Krebs verursachen. Dazu also ein Beispiel: Es geht das Gerücht um, dass manche Sender anstehende Filme mit passenden Trailern ankündigen. Gehen wir also mal von einem hypothetischen Film mit einer typisch deutschen Bezeichnung aus: "The Immortal - Der Unsterbliche".
Besagter Film soll nun auf einem hypothetischen deutschen Sender ausgestrahlt werden, nennen wir diesen einmal RDL. Der Trailer wird also vermutlich die Schlüsselszenen des Filmes zeigen und dann mit folgender - zur Spannungserzeugung in die Länge gezogener - Frage schließen: "Wird... er... überleben?" Um diese wirklich überaus spannende Frage beantwortet zu bekommen, muss man nun wohl oder übel den Film sehen, schätze ich. Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele. Nehmen wir also einen weiteren hypothetischen Film zur Hand. Der Trailer würde folgenden Inhalt zeigen: Ein Mann geht eine Brücke entlang, ein Blatt Papier wird gefaltet und ein Auto biegt um eine Ecke. Dann wird der Titel eingeblendet: "Olympia - Dabei sein ist noch gar nichts". Natürlich könnten auch hier die besten Szenen bereits im Trailer verbraten sein, aber auch wenn nicht, hätte dieser Film wohl reichlich wenig Erfolg. Allerdings gibt es auch Beispiele für gute Trailer zu guten Filmen. Mir fallen nur leider keine ein...
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass man Trailer zusammenbasteln will, die Lust auf den Film machen, aber wie viel Vorfreude bleibt noch übrig, wenn man davon ausgehen kann, den restlichen Film nur noch als Lückenfüller betrachten zu können? Viele werden jetzt wohl denken "Wieso schaut der sich die Trailer dann überhaupt an?". Die Antwort ist natürlich: um solch tolle, vorurteilsfreie Artikel wie diesen darüber schreiben zu können.

~Wayne~



Dienstag, 29. Juni 2010
Vuvuzelas - Die Reiter der Trommelfell-Apokalypse
Mit folgender Frage werden sich wohl viele identifizieren können: Wie um alles in der Welt kommt man auf die Idee, ein "Instrument" zu erfinden, das umstehenden Personen im besten Fall nur massive Kopfschmerzen bereitet!? Das ist - richtig angewandt - gefährlicher als Passivrauchen! Man munkelt nämlich, dass man es tatsächlich schaffen kann, einem anderen Menschen durch einen lauten Vuvuzela-Ton direkt ins Ohr im wahrsten Sinne des Wortes das Gehirn wegzupusten. Betroffene denken sich dann nur noch, sie hätten ja nichts mehr zu verlieren und tröten eifrig
mit. Natürlich gibt es auch hier Beispiele, die dadurch an Intelligenz gewinnen konnten, aber im Regelfall überwiegen die Verluste. Hier also mein Appell:
Bitte den Gebrauch solcher Waffen nur noch mit Schalldämpfer erlauben!

~Wayne~



Dienstag, 22. Juni 2010
Wenn Schauspieler zu spielen spielen
Was mir schon viel zu oft auffallen musste ist die Tatsache, dass man es in Filmen oder Serien meist einfach nicht ernstnehmen kann, wenn jemand vor Konsole oder PC sitzt. Dann wird gerne mal aus einer gemütlichen Runde Tetris ein Fest des Knöpfekloppens. Und dann war da noch die Annahme, auf einem beliebigen Betriebssystem nebenbei die schwierigsten Aufgaben bewältigen zu können, indem man schnell ein paar Tasten drückt. Das könnte zwar theoretisch möglich sein, aber mir kann niemand sagen, dass man z.B. unter Windows einfach "getpizza" eintippen muss und schon öffnet sich eine Seite zum Bestellen im nächstgelegenen Pizzaladen.
Weil ich also durch Makros, eigens entwickelte Betriebssysteme usw. nicht einfach sagen kann, dass so etwas unmöglich ist, lass' ich das einfach. Dann bliebe allerdings immer noch das "Tetrisproblem". Ich bin jedenfalls der Meinung, man könnte auch ohne wildes Knöpfekloppen veranschaulichen, dass da gerade gespielt wird, es sei denn diese Übertreibung gehört zum jeweiligen Konzept. Außer natürlich die Umstellung wäre zu kostspielig oder zeitaufwändig *räusper*.

~Wayne~



Herzlich willkommen bei Wayne!
Hier werde ich in regelmäßigen Abständen zwischen "nie" und "oft" niederschreiben, was mir so alles auffällt (also nicht sehr viel). Nun fragt sich wohl so mancher "Was soll der Schwachsinn?!". Die Antwort darauf ist denkbar einfach: Keine Ahnung! Einfach mal abwarten. Vielleicht dient das hier einigen als Denkanstoß oder auch nur als Belustigung. Und vielleicht tragen meine Beiträge sogar dazu bei, den endgültigen Beweis dafür zu liefern, dass 42 die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest ist.
Man weiß es nicht...
Wie der Titel allerdings schon sagt, sollte man nicht alles allzu ernst nehmen, das man hier liest. Also ruhig Blut. Hier wird niemand zum Weiterlesen gezwungen. Zumindest nicht von mir.

In diesem Sinne: viel Vergnügen!
~Wayne~