Deutsche Wert(los)arbeit
Vor nicht allzu geraumer Zeit hatte ich mich hier in dem Beitrag "Sind Trailer die neuen Filme" über typisch deutsche Serien, Filme und Filmtitel geäußert. In besagtem Beitrag versprach ich zwar auch, das Thema "Kinowerbung für Kinowerbung" bald aufzugreifen, aber das wird wohl vorerst warten müssen. Diese Werbung wird ohnehin bestimmt noch lange genug erhalten bleiben, um mich ausführlich darüber auslassen zu können. Nun aber zuerst zu deutschen Filmen und Filmtiteln.
Erst einmal muss man dazu vermutlich aufzählen, wo man bei einem Film überall Mist bauen kann: Das wären hauptsächlich Drehbuch, Umsetzung und Schauspieler. Natürlich kommt es überall ab und zu vor, dass etwas davon nicht so richtig für Begeisterung zu sorgen weiß, aber beim Großteil der deutschen Filme stimmt absolut nichts davon.
Zur Veranschaulichung folgt wieder eine Beispielreihe:
Stimmt das Drehbuch nicht, könnte das in etwa so aussehen: "Ich glaube, ich stecke in einer Glaubenskrise." - "Erzähl mal." - "Ich bin doch eigentlich Buddhist. Aber weil mir erste Zweifel gekommen sind, wollte ich mir sicher sein, dass das mit der Wiedergeburt klappt. Ich dachte mir so 'Hey, Katzen haben doch sowieso neun Leben, da wird eins schon nicht ins Gewicht fallen'. Aber jetzt wird und wird sie einfach nicht wiedergeboren und ich mache mir Gedanken, ob mir das mal genauso ergehen wird." All jene, die nun denken, dieser Text sei gar nicht so schlimm, stellen sich diesen nun bitte dort vor, wo er am wahrscheinlichsten landen würde: in einem deutschen Krimi.
Nun zur Umsetzung. Hier eignet sich am besten das Konzept "Telenovela". Der Hauptgedanke, der in verantwortlichen Produzentenköpfen zu stecken scheint, ist eindeutig: "Hey, die erste war doch erfolgreich (- warum auch immer)! Lasst uns noch zwölf hinterherjagen! Wir brauchen ja nichts am Grundablauf zu ändern, Hauptsache die Figuren sehen immer anders aus!" Wie es der Zufall will, scheinen viele deutsche Produzenten diesen Gedankengang zu haben und zögern auch nicht, ihn in die (Un)Tat umzusetzen.
Jetzt zu den Schauspielern. Man stelle sich folgende Szene vor: Vor kurzem wurde jemand ermordet. In diesem Moment betritt der Hauptcharakter den Tatort, entdeckt die Leiche und sagt dann, natürlich völlig gelassen und mit gleichgültigem Gesichtsausdruck: "Oh mein Gott." Er lässt sich hinfallen, oder anders ausgedrückt: Er kniet sich langsam hin, behutsam darauf achtend, dass er beim Aufprall nicht den geringsten Stoß erleiden muss. Wer hat schließlich nicht schon von Leuten gehört, die sich beim Hinknien das Bein gebrochen haben? Richtig, so was passiert ständig und ist genauso alltäglich wie die Entdeckung einer Leiche!
Und wie sähe das wohl aus, wenn nichts von alldem stimmt? Zum Beispiel so: Gerade hat sich herausgestellt, dass der Entdecker des Mordopfers auch der Mörder war. Eine wirkliche Überraschung stellt das allerdings nicht dar, da die Tat bereits am Anfang gezeigt wurde und der Täter ausreichend beleuchtet war, um ihn spielend identifizieren zu können. Natürlich ist das auch für die Darsteller nichts Neues und so beginnt der Dialog des Ermittlers mit dem Mörder: "Was haben Sie sich nur dabei gedacht?", fragt er gelangweilt, worauf der Befragte geistesabwesend antwortet: "Dieser Mistkerl hat mich dauernd geschlagen." - "Wohin? Ich sehe nicht einmal blaue Flecken." - "In Mario Kart." Ohne auch nur eine Miene zu verziehen, bringt der Ermittler noch einen letzten typischen Satz ein, natürlich teilnahmslos wie eh und je: "Schafft mir diesen Dreckskerl aus den Augen." Dieser regt während des Abführens nicht einen Muskel und wird mit den Worten "Das wird ein Nachspiel haben!" in das Polizeiauto gedrängt.
Im Trailer für diesen Film werden selbstverständlich die erste sowie die letzte Szene gezeigt, nebst der Anmerkung "basierend auf einer wahren Begebenheit"
(= Polizeiautos gibt es wirklich).
Nun wird manch einem aufgefallen sein, dass in diesem Text eine Botschaft an die deutsche Filmindustrie versteckt ist. Zu deren Betonung ist es wohl besser, sie nochmals auszuformulieren: Macht doch bitte mal etwas anderes als immer wieder den gleichen Einheitsbrei! Und hört mit diesem "Reality"-Sch--und auf!
~Wayne~
Ich bin absolut über ihre Kurzsicht Mr. Wayne schockiert. Nur weil der feine Herr den Ausdruck "öffentlich-rechtliches Fernsehn" nicht mal buchstabieren kann und denkt hmmm privat ist viel einfacher zu buchstabieren - kuck ich lieber privatfernsehn, müssen sie sich nicht gleich über den guten deutschen Tatort abfucken. Ich möchte nochmal an dieser stelle feststellen Niedrig und Kuhnt - Kommissare ermitteln, K11 und Alarm für Cobra 11 sind KEINE Tatorte, sonder SHIT. Denn wenn der Herr Verfasser mal einen oder mehrer Tatorte gesehn hätte wüsste er, dass da wirklich gute Schauspieler am Werk sind siehe Tatort Münster (Thiel/Boerne) und das die Stories nicht einfallslos und belanglos sind: 2009 – Baum der Erlösung (Folge 717; 4. Januar 2009) – Drehbuch Felix Mitterer, Regie: Harald Sicheritz - fußend auf authentischem Geschehen, als Aufruf zur Versöhnung zwischen Tirolern und türkischstämmigen Migranten im Minarettstreit von Telfs. (Quelle:Wikipedia - Tatort). Eine weitere deutsche Krimiproduktionen ist der Kriminaldauerdienst - Preisgekröhnt - öffentlich-rechtlich produziert - leidet leider unter den billigproduktionen von Pro7, da dank oben genannten Serien jeder denkt - hmm - deutsche Serien sind mist, kucken wir lieber CSI.
Das einzige was abhilfe schaffen könnte wäre - amerikanische und privat produzierte Serien zu boykottieren und sich wieder den guten deutschen Produktionen zuzuwenden. Aber pauschal zu sagen deutsch=dumm ist nicht wahr. Und der konsument ist der Qualitätskontrolleur. In diesem Sinne - Ihr da drausen - Ihr seid deutsche - Ihr habt gutes Fernsehn verdient - tut etwas dafür - seid patriotischer - und schaut mal wieder beim ersten und beim zweiten rein. Und vergesst nicht zdf_neo und arte. Noch ein kleiner abschließender Tipp: Vielleicht kennt ihr es von früher es nennt sich Programmheft - es gibt es immernoch und es bewahrt einen vor schlechtem Fernshen. Einfach mal reinschaun.
Wie der aufmerksame Leser am Titel dieser Seite und am Stil meiner anderen Beiträge unschwer erkennen können sollte, ist obiger Artikel absichtlich stark verallgemeinert und stellenweise übertrieben.
Zum Thema "Konsument=Qualitätskontrolleur" kann ich übrigens den Beitrag "Fernsehen und Ferndenken" empfehlen ;)
Außerdem definiert "schlechtes Fernsehen" jeder individuell und auch ein Blick ins Programmheft hilft nicht weiter, wenn darin nur der Titel und die Produktionsdaten vermerkt sind (außer eben bei gewissen inländischen Produktionen ;)
Und wer kann hier "öffentlich-rechtliches Fernsehen" nicht buchstabieren? ^^
P.S.: Im Artikel benannte Serien/Filme wurden meinerseits weder gesehen, noch deren exakter Inhalt nachgelesen. Die Trailer haben dafür locker gereicht. ^^
Ich komme wohl nicht umhin zuzugeben, dass es bestimmte Uhrzeiten gibt, in denen das Programm nicht gerade zum IQ-Aufbau taugt (meistens dann wenn man sich vor die Klotze setzen will)^^ Der schlau Mensch schaut einfach grundsätzlich nur noch zwischen 0:00 und 7:00 Uhr fern, da kommen tolle Sachen - die Werbung ist erheblich kürzer, meistens kommen da zwar Titten vor aber mein Gott Wayne^^. Und das ist wirklich so, dass kann ich von so mancher durchzechter Nacht vor der Flimmerkiste bestätigen^^. (Ich stelle fest ich benutze hier grad zu viele "^^")^^ Wie dem auch sei. Eigentlich wollt ich ja gar nicht den Kommentar über meinen Kommentar kommentieren. --- Sondern mitteilen, dass ich heut Einkaufen war und mich schon wieder fuuuuuuuuuuuuuurchtbar aufregen musste. 1. diese behinderten x,99€ Preise da könnt ich in die Luft gehn - kann man die nicht wegen vorsätzlicher Täuschung verklagen? 2. Beim dm gibts so nervige Schieß mich tot-Payback karten so ein Stuss. Da fummeln die Leute stunden lang in ihrem Geldbeutel nach dieser Dreckserfindung und das beste ist, diese Karten beweisen ja nur, dass die Preise in diesen läden generell zu hoch sind. Aber das nur nebenbei. Was wollt ich jetzt noch - ach ja - Ich wusste leider, als ich meinen ersten Kommentar geschrieben habe nur noch sehr vage um was es im Artikel ging und während des schreibens hab ich Waffeln gebacken, die dank zu wenig Zuwendung dann zu 50& ein bisschen zu braun waren - mist - aber zum glück kann man hier ja schreiben, was man will, davon lebt ja ein Blog.
Danke für die Hinweise, davon wird in absehbarer Zeit bestimmt etwas verarbeitet!
Kommender Artikel wird dann für 0,99€ zur Verfügung gestellt. ^^
Und schließlich noch ein kleiner Hinweis an alle meinerseits: Ja, Meinungsfreiheit gibt es auch im Internet. Sollten hier allerdings Kommentare auftauchen, die zwar voll von Meinung, aber frei von Inhalt sind (z.B. "lol, wasn das fürn shice, du noob"), darf ich darauf hinweisen, dass sich eine Löschfunktion in meiner Kontrolle befindet und ich nicht davor zurückschrecke, sie auch einzusetzen! Ihr Noobs! ;)