Von Fanatikern und Vegeterroristen
Diesmal würde ich mich gerne mit Weltanschauungen beschäftigen. Vorab: Ich habe absolut nichts gegen irgendeine Weltanschauung (oder Hugh Jackman*). Nervig wird es erst, wenn Leute ihre Sichtweise auf ebenjene durch Aufzwingen verbreiten wollen, angestachelt durch Sprüche wie "Fleischesser sind Mörder!", "'Killerspiele' fördern die Gewaltbereitschaft!", "Eine Impfung wird dringendst empfohlen!" oder gar "Grüß Gott!".
Mit der "Killerspiel"-Debatte beschäftige ich mich spätestens pünktlich zum nächsten Amoklauf, der damit in Verbindung gebracht wird (also dem nächsten in Deutschland oder Umgebung). Ein Vergleich jedoch vorneweg: Diese Beschuldigung kommt der Behauptung gleich, der Verzehr von Krebsen führe zu Scherenhänden. Doch jetzt zum Thema "Fleischesser sind Mörder!". Das möge über Umwege vielleicht sogar stimmen, aber trotzdem sollte man bedenken, dass man nicht weniger am Tod von Tieren schuld ist, wenn man ihnen ihre Nahrung wegisst. Und wäre die gesamte Erdbevölkerung vegetarisch, sähe es für einige Arten ziemlich düster aus. Immerhin ist diese Art der Überzeugungsversuche noch um einiges besser als die - harmlos ausgedrückt - "Gürteltier"-Variante, bei der Sprengstoff eine nicht unerhebliche Rolle spielt.
Von mir aus soll jeder gerne glauben was er möchte, jedoch sollte dieser Glaube kein Grund sein, anderen in irgendeiner Form Leid zuzufügen. Es gibt absolut keine logischen Gründe, aus denen eine höhere Lebensform einen Menschen zum Mord bewegen könnte. Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen, einen kleinen Merkspruch für potenzielle "Gürteltiere" zu entwickeln:
Vor dem Detonieren
stets drüber sinnieren!

Sicher gibt es noch mehr Gruppen überaus rechthaberischer Leute, aber auch Individuen sollten sich einmal Gedanken über dieses Wort ("Individuum") machen, denn überraschenderweise sind auch Meinungen individuell und sollten es bleiben.

~Wayne~


*Running Gag aus Scrubs