Das "Schicksals-Timing"
Ob ich an etwas wie Schicksal glaube oder nicht, sei mal dahingestellt, aber das Wort beschreibt wohl am besten, was ich diese Woche zu erklären versuche. Dieses "Schicksal" beweist nämlich immer wieder sein Geschick in Sachen Timing, wenn es um Ironie geht. Hier nur einige Beispiele:
1. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich darüber nachgedacht, ob ich etwas in einem bekannten Online-Shop bestellen oder doch besser auf eine Preissenkung warten sollte. Als ich mit dem Denken endlich fertig war und gerade bestellen wollte, drängt sich mir prompt der Schriftzug "Derzeit nicht auf Lager" auf.
2. Etwas später: Der Artikel war gekauft und inzwischen sicher angekommen. Natürlich war er mittlerweile billiger...
3. Wer kennt es nicht: Es ist spät, dunkel und das einzige Licht kommt vom Fernseher. Zu dieser Zeit kommt einem plötzlich eine Idee, die man nicht wieder vergessen will. Weil man aus der Vergangenheit gelernt hat, liegen immerhin schon Zettel und Stift griffbereit. Doch weil der Lichtschalter gefühlte Lichtjahre entfernt ist, muss man sich auf den Fernseher als Quelle verlassen. Wie es nicht anders hätte kommen können, wird natürlich immer, wenn man gerade den Stift ansetzt, das Bild dunkel, sodass man letzten Endes doch blind schreibt.
4. Auch dieser Punkt könnte manchen bekannt vorkommen: Ausnahmsweise wird mal etwas ausgestrahlt, das man nur ungerne verpassen möchte. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, denkt man sich "Ich könnte doch so lange Buch einsetzen weiterlesen...". Zwischendurch wirft man immer mal wieder einen Blick auf die Uhr, doch an irgendeiner Stelle sagt man sich dann "Ist gerade so spannend; Eine Seite geht noch". Und etliche Seiten später stellt man dann entsetzt fest, dass man die erwartete Sendung auf den Punkt genau verpasst hat.
Selbstredend gibt es auch noch andere Beispiele, aber wie es der Zufall will, fallen mir diese im Moment nicht ein...

~Wayne~