Die App-endix
Nerviges Wort für ebenso nervige Programmgruppe mit drei Buchstaben? Richtig; App. Dabei sind Apps namenstechnisch gesehen nicht einmal eine besondere, neue Unterart von Programmen, sondern einfach nur Applikationen, also Anwendungsprogramme und damit etwas eigentlich ganz gutes. In den übertriebenen und größtenteils unnötigen Bereich fällt das allerdings dadurch, dass scheinbar absolut kein Thema vom App-Wahn verschont bleibt. Gäbe es die Möglichkeiten für eine App, die einem in der Nase bohrt, man würde sie programmieren. Bestimmt gibt es auch reichlich sinnvolle Apps, aber der Heuhaufen um diese herum scheint stetig zu wachsen. Freuen wir uns also auf weitere unverzichtbare Neuentwicklungen, wie z.B. die Brillen-App, die Masken-App, die Lesezeichen-App oder die Telefon-App!
Übrigens: Gerüchten zufolge wird in Tschornobyl zurzeit eine Kernreaktor-App entwickelt. Man darf also gespannt sein...
~Wayne~
Geld stinkt nicht nicht - Ein Artikel von Wert
Nein, ich werde mich hier nicht über den Euro beschweren. Allerdings gibt es schon einige Momente, in denen ich so bei mir denke, wie sinnlos Geld doch eigentlich ist. Ließe man es einfach weg, würden die Leute natürlich etwas sagen wie "Was denn, soll ich jetzt etwa umsonst arbeiten!?" oder "Kein Geld mehr? Dann sind doch alle arm!", aber warum würden sie das? Weil es vorher anders gewesen wäre. Früher war schließlich immer alles besser. Aus Prinzip! Dabei ist Geld eigentlich ein in sich geschlossener Teufelskreis. Denkt man sich den offensichtlichen Zweck - also den eigentlichen Wert - weg, ist Geld zu nichts zu gebrauchen. Außer vielleicht für Origami. Es bringt also schlichtweg nichts.
Man hat also beispielsweise 10 Euro. Davon kauft man sich ein Buch. Dann hat man selbst ein Buch. Die Verkäuferseite hat dann Papier und/oder Metall. Also für den Privatgebrauch im Normalfall nur nutzloses Zeug. Man tauscht also etwas brauchbares gegen die Illusion eines Gegenwerts. Und das funktioniert nur, weil scheinbar die gesamte Menschheit von derselben Illusion befallen ist.
Auch Seltenheit ist kein Argument. Wenn es z.B. einen einfachen Stein* nur einmal auf der Erde gibt, wird er dadurch ja auch nicht so wertvoll, dass man ihn gegen ein Auto eintauschen könnte. Und falls doch, wollte ich nicht wissen, in welchem Zustand dieses Auto sein muss. Geld ist also nur dadurch wertvoll, dass ihm von uns Wert zugemessen wird. Würde sich dieser Gedankengang auf der ganzen Welt ausbreiten, könnte sie eine bessere werden. Und man hätte mehr Papier für Origami. Allerdings müsste dazu wohl erst die Menschheit eine bessere werden...
*Platzhalter-Alarm: Steinsammler, Verfechter von Steinrechten und dergleichen ersetzen den Stein durch etwas für sie völlig wertloses.
~Wayne~
excelior am 26. Oktober 10
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Die Vorgänger-Inhibition
Was ist nerviger als ein Programm, das nicht funktioniert? Richtig: Ein Programm, das nicht mehr funktioniert, weil es eine neue Version davon gibt. Mir fällt jedenfalls kein logischer Grund ein, der zu so etwas verleiten könnte. Menschenaffen werden von der Natur schließlich auch noch unterstützt, obwohl sie schon lange überholt sind!
Schon fast in Arbeit artet das dann aus, wenn man für besagtes Programm auch noch jede Menge Erweiterungen o.Ä. installiert hatte, die von der neuen Version weder übernommen noch unterstützt werden, sodass man auch noch davon sämtliche neue Versionen finden und installieren muss. Natürlich muss man danach den ganzen Irrsinn nochmal durchmachen, weil das Programm bis dahin schon wieder veraltet ist...
Dank dieser Endlosschleife ließe sich der heutige Artikel noch ewig in die Länge ziehen, aber das wäre genauso sinnlos wie das Löschen der älteren Artikel.
excelior am 19. Oktober 10
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(Road) Rage Against the Machine
Es herrscht ein Mangel auf den Straßen. Eine potentiell tödliche, weit verbreitete Störung unter dem Namen "Fahrstil-Defizienz". Diese fällt in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich aus, aber lässt sich grob in drei Gruppen unterteilen:
1. Der Vordrängler
Fahrer dieses Stadiums zeichnen sich vorwiegend dadurch aus, dass sie nicht im Traum daran denken würden, hinter einem parkenden Auto zu halten, damit genug Platz zum Vorbeifahren bleibt. Stattdessen ist man gezwungen, entweder selbst zu halten oder das Leben des Seitenspiegels (oder bei weniger rücksichtslosen das der Fußgänger) zu riskieren. In diesem Zustand ist auch bereits der Irrglaube weit verbreitet, man käme schneller ans Ziel, indem man überholt, nur um kurz danach gleich schnell oder sogar langsamer zu fahren als der Überholte. Bei manchen kommt es allerdings vor, dass sich dieses Stadium anders zeigt. Solche Leute sind dann der festen Überzeugung, ihr Fahrzeug könnte sich spontan selbst entzünden, sollten sie die jeweilige Geschwindigkeitsbegrenzung nicht um mindestens 20km/h unterschreiten. Ein weiterer verbreiteter Irrglaube ist es, man könne gegen den symbolischen Strom schwimmen, indem man auf der Gegenspur parkt.
2. Der Gelegenheitsbremser
In diesem fortgeschrittenen Stadium ist man offensichtlich der Meinung, je seltener man die Bremsen benutzt, desto sicherer fährt der Geldbeutel. Da die Störung allerdings noch nicht jede Rationalität weggenommen hat, lässt man sich immerhin noch dazu herab, durch Ortschaften mit Tempo 70 zu schleichen.
3. Der Airbag-Herausforderer
In dieser hohen Ausprägung ist man felsenfest davon überzeugt, dass Schilder allein der Dekoration dienen. Die Landschaft sähe ohne diese ja ziemlich langweilig aus. Betroffene lesen überall "Vorfahrt. Geschwindigkeit nach eigenem Ermessen", also durchgehend Vollgas und gehalten wird nur an roten Ampeln. Vorausgesetzt natürlich, die Ampel ist schon länger als eine Minute rot oder jemand wagt es, den Weg zu blockieren. Um den Weg spannender zu gestalten, wird auch gerne mal mit 100km/h durch eine Ortschaft "gestottert". Und natürlich mindert der Einsatz der Blinker den Überraschungseffekt. In dieser Kategorie findet man auch häufig Sammler. Anstatt von Briefmarken sind deren Alben allerdings von Strafzetteln gefüllt. Man will schließlich einen Beweis für seine Überlebenskünste. Selbstverständlich dürfen in der Wohnung auch Jagdtrophäen nicht fehlen. Jedoch keine, die auf dem üblichen Weg entstanden sind.
Sicher kommt es gelegentlich vor, dass man Merkmale auch außerhalb ihrer eigentlichen Gruppen findet.
Doch ich für meinen Teil bevorzuge es, mein Ziel lebend zu erreichen.
Und nächste Woche folgt dann der Artikel über das Thema, das mangels Mitbewerbern den ersten AYWI-Durchgang gewonnen hat: Update-Zwang und seine Folgen.
~Wayne~
excelior am 12. Oktober 10
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Anywayne You Want It
Herzlich willkommen zur ersten Runde von Anywayne You Want It. Diese Kategorie wurde ins Leben gerufen, um die Themenvielfalt etwas anzukurbeln... und weil mir für heute kein Thema eingefallen ist...
Und darum geht's: In den Kommentaren werden eine Woche lang Themenvorschläge gesammelt, die anschließend je nach "Verarbeitungstauglichkeit" über die nächste Zeit verteilt aufgegriffen werden. Das müssen nicht zwingend Ärgernisse sein, aber man sollte eben mehr daraus machen können als z.B. einen Artikel über die Funktionen und Risiken von Scheren.
Also, liebe Leser: Ich verlasse mich auf euch beide!
~Wayne~
Das "Schicksals-Timing"
Ob ich an etwas wie Schicksal glaube oder nicht, sei mal dahingestellt, aber das Wort beschreibt wohl am besten, was ich diese Woche zu erklären versuche. Dieses "Schicksal" beweist nämlich immer wieder sein Geschick in Sachen Timing, wenn es um Ironie geht. Hier nur einige Beispiele:
1. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich darüber nachgedacht, ob ich etwas in einem bekannten Online-Shop bestellen oder doch besser auf eine Preissenkung warten sollte. Als ich mit dem Denken endlich fertig war und gerade bestellen wollte, drängt sich mir prompt der Schriftzug "Derzeit nicht auf Lager" auf.
2. Etwas später: Der Artikel war gekauft und inzwischen sicher angekommen. Natürlich war er mittlerweile billiger...
3. Wer kennt es nicht: Es ist spät, dunkel und das einzige Licht kommt vom Fernseher. Zu dieser Zeit kommt einem plötzlich eine Idee, die man nicht wieder vergessen will. Weil man aus der Vergangenheit gelernt hat, liegen immerhin schon Zettel und Stift griffbereit. Doch weil der Lichtschalter gefühlte Lichtjahre entfernt ist, muss man sich auf den Fernseher als Quelle verlassen. Wie es nicht anders hätte kommen können, wird natürlich immer, wenn man gerade den Stift ansetzt, das Bild dunkel, sodass man letzten Endes doch blind schreibt.
4. Auch dieser Punkt könnte manchen bekannt vorkommen: Ausnahmsweise wird mal etwas ausgestrahlt, das man nur ungerne verpassen möchte. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, denkt man sich "Ich könnte doch so lange Buch einsetzen weiterlesen...". Zwischendurch wirft man immer mal wieder einen Blick auf die Uhr, doch an irgendeiner Stelle sagt man sich dann "Ist gerade so spannend; Eine Seite geht noch". Und etliche Seiten später stellt man dann entsetzt fest, dass man die erwartete Sendung auf den Punkt genau verpasst hat.
Selbstredend gibt es auch noch andere Beispiele, aber wie es der Zufall will, fallen mir diese im Moment nicht ein...
~Wayne~
excelior am 28. September 10
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Das Demo-Downgrade
Diese Woche im Programm: die Demoversion eines Artikels. Diese Demo wird in 30 Tagen verfallen und ist danach nur noch mit Einschränkungen lesbar. Falls sie danach noch gelesen wird, ist sie nur halb so gut, außer natürlich man kauft die Vollversion.
Ja, Demos können nerven. Besonders, wenn man sie nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne nicht mehr benutzen kann. Bei mir zumindest steigt in solchen Fällen der Drang zum Kauf der Vollversion nicht gerade. Eher noch durchforste ich das Internet nach kostenlosen Alternativen.
Wesentlich angenehmer sind Demos, die zwar in ihren Funktionen eingeschränkt sind, aber dafür kein Ablaufdatum haben. Dagegen sind Kurzzeitdemos wie Lebensmittel: Anfangs kann man sie noch genießen, aber ist erst einmal das Verfallsdatum überschritten, kann einem leicht übel werden.
Wird bei besagten abgespeckten Demoversionen allerdings zu viel eingespart, hätte man die Demo genauso gut auch bleiben lassen können. Was wäre z.B. schon ein Browser ohne Adressleiste, ein Schließfach ohne Tür oder Windows ohne seine perfekte Sicherheit? Na gut, das letzte Beispiel war nicht ganz so gut, aber die anderen sollten genügen.
Leider läuft die Demoversion meines Tastaturtreibers jeden Moment aus, deshalb kann ich wohl nicht mehr allzu viel sc
excelior am 21. September 10
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