PIPA Po oder One Act to rule them all...*
Scroll further down for an english version
*Kann Spuren von Anspielungen und Seitenhieben enthalten.
Dunkle Wolken ziehen auf über den internationalen Gewässern des Internets.
Da SOPA (aka "Stop the Internet Act") und Konsorten andernorts schon ausführlich genug erklärt werden, will ich hier nicht näher darauf eingehen, bevor ich noch unwissentlich geistiges Eigentum kopiere.
Denn wenn auch der Begriff "Piraterie" schon immer falsch gewählt war, naht die Gefahr, dass beinahe jeder Surfer bald zum Piraten erklärt wird, auch hierzulande. Wie man gewissen Leuten immer wieder erklären zu müssen scheint, gibt es eine Grenze, die Sicherheit von Freiheitsraub trennt. Und SOPA geht dabei nicht nur einen Schritt zu weit, sondern legt Entfernungen jenseits von Gut und Böse in die falsche Richtung zurück. Und wieso scheint es niemand der Beteiligten zu merken? Richtig: Weil wahrscheinlich niemand von ihnen einen Computer von einem Backstein unterscheiden könnte.
Und so wird frei nach dem Motto "Internet? Gibt's diesen Blödsinn immer noch?" kurzerhand alles totbeschränkt, das auch nur einen Punkt in der URL kopiert (für die SOPA-Unterstützer: die URL ist der lustige kleine Schriftzug in eurem Internet Explorer, der für euch etwa so aussehen dürfte: "www.dasdingändertsichimmerwennichgoogleergebnisseanklicke.de/kauderwelsch/").
Neuesten Informationen zufolge sollen Betriebssysteme in Zukunft außerdem ebenfalls ohne Kopierfunktion erscheinen.
Aber kurze Rede, kurzer Sinn: Wer sich mit Piraten anlegt, sollte jederzeit damit rechnen, kielgeholt zu werden.
In diesem Sinne schließe ich als zukünftiger Pirat mit den Worten: Mast- und Schotbruch, Landratten!

*/ragemode*
------------------------------------------------------------------------------------------------------
English version
------------------------------------------------------------------------------------------------------
*may contain comic elements
Dark clouds engulf the sky above the international waters of the internet.
SOPA (aka the "Stop the Internet Act") etc. are explicitly explained elsewhere,
so I won't do that here, for I could end up copying someone's intellectual property.
Though the expression "piracy" was chosen badly, the danger of every surfer being declared one is approaching. One cannot seem to have to tell some people often enough that there is a line between safety and liberty theft. And SOPA does not just cross this line, it takes gigantic steps in the wrong direction. And why do all of the proponents seem to ignore that? Right: Because none of them could tell the difference between a computer and a brick.
And thus, strictly following the motto "Internet? Is this thing still around?",
they just restrict everything to death, that does only so much as to copy a dot
from a url (for all the SOPA supporters: the url is this funny little text line
in the top of your Internet Explorer, which probably reads to you as follows:
"www.thisthingchangeseverytimeiclickonagoogleresult.com/callacryptologist/")
Brand new intel says that the operating systems of the future will all come without a copy function, too.
But short story short: Those, who mess with pirates, should always be aware, that
there is quite a chance of getting keelhauled. Just to put that out there.
So I leave you today as a soon-to-be pirate with the closing words: Fair winds, landlubbers!

*/ragemode*
P.S.: If there are mistakes of any kind in the text, I'd be happy to know about them, so I can fix them asap.
~Wayne~
excelior am 30. Januar 12
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Über die Sinnlosigkeit der Sinnlosigkeit des Lebens
Vorweg: was lernen wir aus den letzten Wochen? Richtig: Mit Internet ist es doch lustiger als ohne.
Aber es wird mal Zeit für etwas seriöseres *räusper*.
Lange hat die Menschheit danach gesucht, doch jetzt ist es endlich soweit:
Noch in diesem Artikel werde ich den Sinn des Lebens offenlegen und es gibt nichts,
das mich noch davon abhalten khnnnnn67zzzuthg
Entschuldigung, kleiner Müdigkeitsanfall... Jedenfalls wurde der Sinn des Lebens
über die Jahre immer wieder verschieden ausgelegt. Für manche ist er 42 oder "Ni!", für andere "Ahornsirup klebt", während ganz andere ihre Zeit damit verbringen, Pseudoartikel in einer Pseudozeitung zu lesen, die allein schon mit ihrem Namen verdeutlicht, dass auf den Text kein allzu großer Wert gelegt wird.
Nun kam jemand, der höchstwahrscheinlich nicht diese Zeitschrift las, auf den Gedanken:
"Wir leben in einer gottlosen oder zumindest -gleichgültigen Welt und deshalb
gibt es auch keinen tieferen Sinn dahinter!"
Doch hier kommen meine Insider-Informationen ins Spiel: Er hat recht.
Zumindest relativ, denn auf einen gottgegebenen Sinn wird man sich wohl nicht
wirklich verlassen können. Und so etwas wie Schicksal kann man auch einfach
als komplexe Kausalverkettung abtun.
Dass es keinen offensichtlichen Sinn gibt, heißt aber nicht, dass es überhaupt
keinen gibt. Na ja, für einige schon... Aber für die anderen gilt, dass der ursprüngliche Lebenssinn der ist, nach dem eigentlichen, persönlichen Sinn zu suchen. Womit wir wieder am Anfang wären, denn der einzig wahre und allgemeingültige Sinn des Lebens ist und bleibt: 42!
~Wayne~
excelior am 20. November 11
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Zeit für Temporalgedanken
Ich weiß nicht mehr, ob ich es in diesem Zeitstrang schon erwähnt habe, aber hin und wieder denke ich gerne über Zeitreisen nach.
Nicht aus einer speziellen Absicht heraus, sondern einfach als Zwischenschritt auf dem Weg zur Weltherrschaft.
Um meinen getreuen Untert- ähem - meinen Lesern vorab einen gewissen Vorteil zu verschaffen, will ich diese Gedanken hier einmal teilen.
Wichtig sind dabei vorwiegend zwei Dinge: Nutzen und Anwendung.
Zukunft:
Nutzen:
- Diebstahl einer Zeitmaschine, um weiter in die Zukunft zu reisen, bis man irgendwann an ein Tarngerät mit permanenter Stromversorgung kommt, mit dem man sich zuerst ein älteres Modell dessen besorgt und in der eigenen Gegenwart an den Höchstbietenden verkäuft, wodurch man nie wieder Geldsorgen hätte und eine neue Generation von Ninjas ins Leben rufen könnte.
- Freizeitbeschäftigung: Nachsehen, ob sich jemand den Spaß erlaubt haben wird, wirklich einen DeLorean zu einer Zeitmaschine umzurüsten.
- Brennende Fragen klären:
- Wird es noch Telefonzellen geben und wie viele davon werden Chamäleonschaltkreise besitzen?
- Gibt es eine Möglichkeit, kostengünstig an einen Todesstern zu kommen?
- Wie sieht zukünftige Science Fiction aus und wird das Genre irgendwann aussterben?
- Wird irgendwann endlich Firefly wieder aufgegriffen?
- Anderweitiger "Technologie-Import", darunter Lichtschwerter, Toastmesser, Multicore-42GHz-Prozessoren, Instant-Raumschiffe, Teleporter, ein gewisses Buch mit der Aufschrift "Don't panic",...
Anwendung:
Nach der Relativitätstheorie müsste man sich dazu einfach so schnell durch den Raum bewegen, dass die Zeit dadurch langsamer vergeht. Gerüchten zufolge ist es bei Kindern genau der gegenteilige Fall: Sie bewegen sich deshalb so schnell, weil die Zeit für sie langsamer vergeht.
Nun könnte man darüber philosophieren, was Zeit überhaupt ist. Für mich persönlich kommt es auf's Gleiche heraus, mit welcher Geschwindigkeit ich mich bewege, während ich altere. Geht es allerdings um andere Ereignisse, z.B. die alljährliche Modekrankheit, wäre es schon überaus praktisch, z.B. die Katzengrippe - und die kommt bestimmt früher oder später auch noch - zu überspringen.
Von Kryostase sei nebenbei abzuraten. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, später von Brawndo leben zu müssen. Warum Brawndo?
Es enthält Elektrolyte!
Vergangenheit:
Nutzen:
- Dem Ausdruck "in die Geschichte eingehen" einen völlig neuen Sinn verleihen.
- Einmal den Satz aussprechen können: "Ich muss- zurück in die Zukunft!"
- Sich einen Namen als berüchtigter Hexer machen.
- Die wissenschaftliche Entwicklung so ankurbeln, dass schon bald Grenzwissenschaften ins Leben gerufen werden
- Anpassung der Tierwelt an die eigenen Bedürfnisse (Blutsauger sucken!*)
Anwendung:
Leider lässt sich das Verfahren für Zukunftsreisen nicht hierauf übertragen. Sicher, je langsamer man sich bewegt, desto älter wird man bis man ankommt, aber für Reisen in die Vergangenheit reicht es dann doch nicht. Man kann sich schließlich nicht langsamer bewegen als gar nicht. Manche schlauen Köpfe mögen jetzt fragen: "Und was, wenn man sich einfach lichtschnell rückwärts bewegt?", aber leider wird das sehr wahrscheinlich nicht funktionieren. Denn mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit wird man noch bevor man die Lichtgeschwindigkeit erreicht stolpern...
Man behauptet allerdings, Zeitreisen in die Vergangenheit seien ohnehin unnötig, denn auch so gäbe es schon genug Leute, die in der Vergangenheit leben.
Ganz nebenbei wäre es auch zwecklos, die Erde vorübergehend verkehrtherum zu drehen.
*Obwohl sich dieser Teil nur auf Blut saugende Insekten bezieht, wäre es angesichts Twilight eine ernsthafte Überlegung wert, auch Vampirfledermäuse prophylaktisch auszurotten...
~Wayne~
excelior am 26. Juli 11
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
6 Wege, Atomkraft sicherer zu machen(?)
1. Massive Mauern mit etwas Sicherheitsabstand um ein Kraftwerk setzen.
2. Damit der Schutz von allen Seiten stimmt, wird auch der Boden durch massiveres Material ersetzt, das dann auch nochmal als Decke darüber kommt.
3. Um für Notfälle genug Kühlung gewährleisten zu können, wird der dadurch entstandene Quader anschließend geflutet und für anstehende Arbeiten mit ein paar Gängen durchzogen.
4. Zur weiteren Vorbeugung von Kernschmelzen werden zusätzlich Gefrierschränke mit Ersatzkernen bereitgestellt.
5. Die Kernkraftwerke auf andere Kernarten umrüsten, z.B. Apfelkerne.
6. EMP-Generatoren gegen Radio-Aktivität.
~Wayne~
excelior am 16. März 11
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Von Einschaltquoten und Jahrestagen
Achtung: Dieser Artikel kann durch die Zeit reisen! Er wurde gestern geschrieben, erschien aber erst heute!
So, nach reiflicher Überlegung steht nun endlich das neue Konzept fest: Es gibt keins. Kein richtiges zumindest. Deshalb tue ich es ab jetzt erstmal dem Privatfernsehen gleich und bringe hier viel Werbung, die gelegentlich von etwas mehr oder weniger Sinnvollem unterbrochen wird.
Heute will ich mich also erst einmal den Einschaltquoten widmen, einem von mir zutiefst verachteten Brauch, der unter anderem für das frühzeitige Ende von "Firefly" und "Better Off Ted" gesorgt hat. Weil viele nicht wissen, wie das System überhaupt funktioniert, fasse ich das mal kurz zusammen (Die deutsche und die amerikanische Variante sind sich ziemlich ähnlich, aber weil die meisten guten Serien sicher nicht aus Deutschland kommen, benutze ich einfach die amerikanische Ausführung als Beispiel):
Eine bestimmte Anzahl ausgewählter Haushalte bekommt sogenannte "Nielsen Boxes", die die Fernseherbenutzung aufzeichnen und nachts über die Telefonleitung versenden. Dann wird ausgewertet und hochgerechnet. Anschließend wird erfahrungsgemäß alles, was nicht den Erwartungen entsprechend gesehen wurde, kurzerhand abgesetzt. Dabei spielt es selbstredend keine Rolle, ob es wirklich schlecht war oder nicht.
Und an dieser Stelle fangen die Probleme an: Ist es wirklich die Mehrheit der Bevölkerung, die etwas schlecht findet oder wurden einfach nur Haushalte ohne Geschmack ausgewählt? Selbst wenn die Mehrheit etwas schlecht findet, kann man sich nicht einfach mit etwas zufrieden geben, das halbwegs gut läuft, nur weil es gut ist? Und warum zum Henker scheinen gerade die deutschen "Panelgruppen" immer wieder aufs Neue schlechten Geschmack zu beweisen? Und was verstehe ich überhaupt unter "schlechtem Geschmack"?
Die letzte Frage kann ich beantworten: Unter schlechtem Geschmack stufe ich alles ein, bei dessen "Genuss" man buchstäblich spüren kann, wie die letzten Hirnzellen das Weite suchen.
Kommen wir zum zweiten Thema: Jahrestage
Gegen Jahrestage an sich habe ich rein gar nichts. Ich verstehe nur nicht, warum man einen Vorgang feiert, der so alt und so natürlich ist wie der Sonnenaufgang. Genauso gut könnte man sagen: "Hey, heute vor genau einem Jahr ist auch die Sonne aufgegangen! Das muss gefeiert werden! Nennen wir es den Weltsonnentag!" Nicht nur wäre das komplett sinnlos, sondern man müsste auch ein neues Wort dafür finden, weil es einen "Welt"-Sonnentag nicht geben kann. Danach müsste man sich natürlich auch überlegen, an welchem Tag das überhaupt stattfinden soll...
Nächstes Mal vielleicht bei Wayne:
Kann man in der Zeit reisen, indem man alle Uhren weltweit umstellt?
~Wayne~
excelior am 19. Januar 11
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Mea Culp-pah
Es ist also tatsächlich passiert: Ich habe es verpasst, an einem Dienstag zu schreiben. Und normalerweise stünde hier jetzt ein Artikel darüber, wie nervig es ist, wenn jemand sein regelmäßiges Update verpasst. Aber: Ich habe Pause und ich darf das! Und über alles kann ich mich schließlich auch nicht gespielt aufregen.
Viele haben schon mal etwas verpasst! Eine bestimmte Person hatte es verpasst, rechtzeitig vor ihrem Auftritt den Text der Nationalhymne zu lernen. Unzählige "Patienten" haben es verpasst, mit den "Schönheits"-Operationen aufzuhören, als sie noch so etwas wie Schönheit besaßen (also vor der ersten). Und Werbung für die meisten (darunter alle nicht-Raab'schen) Castingshows und deren Auswurf verpassen mir immer wieder Ohrenbluten.
Ich bin mir also keiner Schuld bewusst!
~Wayne~
excelior am 24. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Revolution
Nein, tut mir Leid, das wird kein Artikel. Denn das würde ja dem Pausenprinzip widersprechen. Stattdessen ist es aber etwas anderes, das vor kurzem meinem Hirn entsprungen ist. Wie man vielleicht erahnen konnte, wenn man denn wollte, bin ich nicht nur dann, wenn es darum geht, äußerst lustige Artikel zu schreiben, höchst begabt ([/IRONY]), sondern habe auch eine dichterische Ader.
Hier also der Grund für die Überschrift:
Allzu schnell gibt man ihn auf, den Kampfe,
auf dass der Siegeswille bald verdampfe;
macht sich der Sprache Untertan,
und dienet ihr für immer dann.
Doch viele ziehen nicht von Orten,
denn sie wissen um die Pforten,
die gar alles Wahre horten,
und man öffnet sie mit Worten.
Wohl gewählt und gut gesetzt,
werden Worte nie verletzt
und können Weisheits Kunde tragen,
seither bis zu den letzten Tagen.
Doch wird die Weisheit übermocht,
von ihr'm Gefolge unterjocht,
reicht selten sie an Pforten ran;
drum sei die Sprache Untertan!
Die App-endix
Nerviges Wort für ebenso nervige Programmgruppe mit drei Buchstaben? Richtig; App. Dabei sind Apps namenstechnisch gesehen nicht einmal eine besondere, neue Unterart von Programmen, sondern einfach nur Applikationen, also Anwendungsprogramme und damit etwas eigentlich ganz gutes. In den übertriebenen und größtenteils unnötigen Bereich fällt das allerdings dadurch, dass scheinbar absolut kein Thema vom App-Wahn verschont bleibt. Gäbe es die Möglichkeiten für eine App, die einem in der Nase bohrt, man würde sie programmieren. Bestimmt gibt es auch reichlich sinnvolle Apps, aber der Heuhaufen um diese herum scheint stetig zu wachsen. Freuen wir uns also auf weitere unverzichtbare Neuentwicklungen, wie z.B. die Brillen-App, die Masken-App, die Lesezeichen-App oder die Telefon-App!
Übrigens: Gerüchten zufolge wird in Tschornobyl zurzeit eine Kernreaktor-App entwickelt. Man darf also gespannt sein...
~Wayne~
Geld stinkt nicht nicht - Ein Artikel von Wert
Nein, ich werde mich hier nicht über den Euro beschweren. Allerdings gibt es schon einige Momente, in denen ich so bei mir denke, wie sinnlos Geld doch eigentlich ist. Ließe man es einfach weg, würden die Leute natürlich etwas sagen wie "Was denn, soll ich jetzt etwa umsonst arbeiten!?" oder "Kein Geld mehr? Dann sind doch alle arm!", aber warum würden sie das? Weil es vorher anders gewesen wäre. Früher war schließlich immer alles besser. Aus Prinzip! Dabei ist Geld eigentlich ein in sich geschlossener Teufelskreis. Denkt man sich den offensichtlichen Zweck - also den eigentlichen Wert - weg, ist Geld zu nichts zu gebrauchen. Außer vielleicht für Origami. Es bringt also schlichtweg nichts.
Man hat also beispielsweise 10 Euro. Davon kauft man sich ein Buch. Dann hat man selbst ein Buch. Die Verkäuferseite hat dann Papier und/oder Metall. Also für den Privatgebrauch im Normalfall nur nutzloses Zeug. Man tauscht also etwas brauchbares gegen die Illusion eines Gegenwerts. Und das funktioniert nur, weil scheinbar die gesamte Menschheit von derselben Illusion befallen ist.
Auch Seltenheit ist kein Argument. Wenn es z.B. einen einfachen Stein* nur einmal auf der Erde gibt, wird er dadurch ja auch nicht so wertvoll, dass man ihn gegen ein Auto eintauschen könnte. Und falls doch, wollte ich nicht wissen, in welchem Zustand dieses Auto sein muss. Geld ist also nur dadurch wertvoll, dass ihm von uns Wert zugemessen wird. Würde sich dieser Gedankengang auf der ganzen Welt ausbreiten, könnte sie eine bessere werden. Und man hätte mehr Papier für Origami. Allerdings müsste dazu wohl erst die Menschheit eine bessere werden...
*Platzhalter-Alarm: Steinsammler, Verfechter von Steinrechten und dergleichen ersetzen den Stein durch etwas für sie völlig wertloses.
~Wayne~
excelior am 26. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
(Road) Rage Against the Machine
Es herrscht ein Mangel auf den Straßen. Eine potentiell tödliche, weit verbreitete Störung unter dem Namen "Fahrstil-Defizienz". Diese fällt in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich aus, aber lässt sich grob in drei Gruppen unterteilen:
1. Der Vordrängler
Fahrer dieses Stadiums zeichnen sich vorwiegend dadurch aus, dass sie nicht im Traum daran denken würden, hinter einem parkenden Auto zu halten, damit genug Platz zum Vorbeifahren bleibt. Stattdessen ist man gezwungen, entweder selbst zu halten oder das Leben des Seitenspiegels (oder bei weniger rücksichtslosen das der Fußgänger) zu riskieren. In diesem Zustand ist auch bereits der Irrglaube weit verbreitet, man käme schneller ans Ziel, indem man überholt, nur um kurz danach gleich schnell oder sogar langsamer zu fahren als der Überholte. Bei manchen kommt es allerdings vor, dass sich dieses Stadium anders zeigt. Solche Leute sind dann der festen Überzeugung, ihr Fahrzeug könnte sich spontan selbst entzünden, sollten sie die jeweilige Geschwindigkeitsbegrenzung nicht um mindestens 20km/h unterschreiten. Ein weiterer verbreiteter Irrglaube ist es, man könne gegen den symbolischen Strom schwimmen, indem man auf der Gegenspur parkt.
2. Der Gelegenheitsbremser
In diesem fortgeschrittenen Stadium ist man offensichtlich der Meinung, je seltener man die Bremsen benutzt, desto sicherer fährt der Geldbeutel. Da die Störung allerdings noch nicht jede Rationalität weggenommen hat, lässt man sich immerhin noch dazu herab, durch Ortschaften mit Tempo 70 zu schleichen.
3. Der Airbag-Herausforderer
In dieser hohen Ausprägung ist man felsenfest davon überzeugt, dass Schilder allein der Dekoration dienen. Die Landschaft sähe ohne diese ja ziemlich langweilig aus. Betroffene lesen überall "Vorfahrt. Geschwindigkeit nach eigenem Ermessen", also durchgehend Vollgas und gehalten wird nur an roten Ampeln. Vorausgesetzt natürlich, die Ampel ist schon länger als eine Minute rot oder jemand wagt es, den Weg zu blockieren. Um den Weg spannender zu gestalten, wird auch gerne mal mit 100km/h durch eine Ortschaft "gestottert". Und natürlich mindert der Einsatz der Blinker den Überraschungseffekt. In dieser Kategorie findet man auch häufig Sammler. Anstatt von Briefmarken sind deren Alben allerdings von Strafzetteln gefüllt. Man will schließlich einen Beweis für seine Überlebenskünste. Selbstverständlich dürfen in der Wohnung auch Jagdtrophäen nicht fehlen. Jedoch keine, die auf dem üblichen Weg entstanden sind.
Sicher kommt es gelegentlich vor, dass man Merkmale auch außerhalb ihrer eigentlichen Gruppen findet.
Doch ich für meinen Teil bevorzuge es, mein Ziel lebend zu erreichen.
Und nächste Woche folgt dann der Artikel über das Thema, das mangels Mitbewerbern den ersten AYWI-Durchgang gewonnen hat: Update-Zwang und seine Folgen.
~Wayne~
excelior am 12. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren