Dienstag, 28. September 2010
Das "Schicksals-Timing"
Ob ich an etwas wie Schicksal glaube oder nicht, sei mal dahingestellt, aber das Wort beschreibt wohl am besten, was ich diese Woche zu erklären versuche. Dieses "Schicksal" beweist nämlich immer wieder sein Geschick in Sachen Timing, wenn es um Ironie geht. Hier nur einige Beispiele:
1. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich darüber nachgedacht, ob ich etwas in einem bekannten Online-Shop bestellen oder doch besser auf eine Preissenkung warten sollte. Als ich mit dem Denken endlich fertig war und gerade bestellen wollte, drängt sich mir prompt der Schriftzug "Derzeit nicht auf Lager" auf.
2. Etwas später: Der Artikel war gekauft und inzwischen sicher angekommen. Natürlich war er mittlerweile billiger...
3. Wer kennt es nicht: Es ist spät, dunkel und das einzige Licht kommt vom Fernseher. Zu dieser Zeit kommt einem plötzlich eine Idee, die man nicht wieder vergessen will. Weil man aus der Vergangenheit gelernt hat, liegen immerhin schon Zettel und Stift griffbereit. Doch weil der Lichtschalter gefühlte Lichtjahre entfernt ist, muss man sich auf den Fernseher als Quelle verlassen. Wie es nicht anders hätte kommen können, wird natürlich immer, wenn man gerade den Stift ansetzt, das Bild dunkel, sodass man letzten Endes doch blind schreibt.
4. Auch dieser Punkt könnte manchen bekannt vorkommen: Ausnahmsweise wird mal etwas ausgestrahlt, das man nur ungerne verpassen möchte. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, denkt man sich "Ich könnte doch so lange Buch einsetzen weiterlesen...". Zwischendurch wirft man immer mal wieder einen Blick auf die Uhr, doch an irgendeiner Stelle sagt man sich dann "Ist gerade so spannend; Eine Seite geht noch". Und etliche Seiten später stellt man dann entsetzt fest, dass man die erwartete Sendung auf den Punkt genau verpasst hat.
Selbstredend gibt es auch noch andere Beispiele, aber wie es der Zufall will, fallen mir diese im Moment nicht ein...

~Wayne~



Dienstag, 21. September 2010
Das Demo-Downgrade
Diese Woche im Programm: die Demoversion eines Artikels. Diese Demo wird in 30 Tagen verfallen und ist danach nur noch mit Einschränkungen lesbar. Falls sie danach noch gelesen wird, ist sie nur halb so gut, außer natürlich man kauft die Vollversion.
Ja, Demos können nerven. Besonders, wenn man sie nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne nicht mehr benutzen kann. Bei mir zumindest steigt in solchen Fällen der Drang zum Kauf der Vollversion nicht gerade. Eher noch durchforste ich das Internet nach kostenlosen Alternativen.
Wesentlich angenehmer sind Demos, die zwar in ihren Funktionen eingeschränkt sind, aber dafür kein Ablaufdatum haben. Dagegen sind Kurzzeitdemos wie Lebensmittel: Anfangs kann man sie noch genießen, aber ist erst einmal das Verfallsdatum überschritten, kann einem leicht übel werden.
Wird bei besagten abgespeckten Demoversionen allerdings zu viel eingespart, hätte man die Demo genauso gut auch bleiben lassen können. Was wäre z.B. schon ein Browser ohne Adressleiste, ein Schließfach ohne Tür oder Windows ohne seine perfekte Sicherheit? Na gut, das letzte Beispiel war nicht ganz so gut, aber die anderen sollten genügen.
Leider läuft die Demoversion meines Tastaturtreibers jeden Moment aus, deshalb kann ich wohl nicht mehr allzu viel sc



Dienstag, 14. September 2010
Das Partnerbörsen-Paradoxon
Woran ich mich diese Woche gerne stören würde sind, wie der Titel unschwer erahnen lässt, Partnerbörsen. Über deren allgemeinen Nutzen kann ich mangels Erfahrung nichts sagen, doch hat es sich ein alter Freund nicht nehmen lassen, sich todesmutig in einen Selbstversuch zu stürzen. Das Ergebnis lässt sich mit Chatroulette* vergleichen: Wer Leute finden will, die einem zusagen, der muss dafür bezahlen. Und als ob Abzocke nicht schon Gegengrund genug wäre, findet man in der Werbung weitere Abschreckung. Ob es sich nun um einen Spot handelt, bei dem man denkt "Wow, wenn die Plattform so schlecht ist wie die Werbung, dann geht's mit Google sicher schneller." oder einen Text, der zu herrlich schrecklicher Hintergrundmusik mit stählernem Gesichtsausdruck in pseudoaufreißerischem Tonfall heruntergeleiert wird; um Pro-Argumente handelt es sich dabei nie. Letzteres Beispiel ist übrigens eine "Nachtvariante" der Partnerbörsenwerbung, wobei es sich hier wohl eher um eine Anti-Partner-Börse handelt.
Außerdem glaube ich, ein System dahinter entdeckt zu haben: Tagsüber wird ein Weg aufgezeigt, eine für eine Beziehung geeignete Person zu finden und nachts ein Weg, um sie wieder loszuwerden. Das erscheint zunächst widersprüchlich, doch damit wächst direkt wieder die Zielgruppe für die "normalen" Partnerbörsen und der Kreislauf beginnt erneut.
Jedenfalls ist es nicht die Idee der Partnerbörsen an sich, die mich stört, sondern viel eher die scheinbar äußerst mangelhafte Umsetzung, sodass man sich quasi die Chance auf eine Beziehung erkaufen muss. Und wenn man dann moralisch schon so tief sinkt, sich auf einen Seitensprung einzulassen, sollte man zumindest noch redlich genug sein, das Ganze ohne technische Hilfe abzuwickeln. Auf diese Weise hat man wenigstens noch mehr Zeit, sich ernsthaft über die Konsequenzen Gedanken zu machen.

~Wayne~


*Auch hierbei musste ich auf Erfahrungsberichte zurückgreifen



Dienstag, 7. September 2010
Von Fanatikern und Vegeterroristen
Diesmal würde ich mich gerne mit Weltanschauungen beschäftigen. Vorab: Ich habe absolut nichts gegen irgendeine Weltanschauung (oder Hugh Jackman*). Nervig wird es erst, wenn Leute ihre Sichtweise auf ebenjene durch Aufzwingen verbreiten wollen, angestachelt durch Sprüche wie "Fleischesser sind Mörder!", "'Killerspiele' fördern die Gewaltbereitschaft!", "Eine Impfung wird dringendst empfohlen!" oder gar "Grüß Gott!".
Mit der "Killerspiel"-Debatte beschäftige ich mich spätestens pünktlich zum nächsten Amoklauf, der damit in Verbindung gebracht wird (also dem nächsten in Deutschland oder Umgebung). Ein Vergleich jedoch vorneweg: Diese Beschuldigung kommt der Behauptung gleich, der Verzehr von Krebsen führe zu Scherenhänden. Doch jetzt zum Thema "Fleischesser sind Mörder!". Das möge über Umwege vielleicht sogar stimmen, aber trotzdem sollte man bedenken, dass man nicht weniger am Tod von Tieren schuld ist, wenn man ihnen ihre Nahrung wegisst. Und wäre die gesamte Erdbevölkerung vegetarisch, sähe es für einige Arten ziemlich düster aus. Immerhin ist diese Art der Überzeugungsversuche noch um einiges besser als die - harmlos ausgedrückt - "Gürteltier"-Variante, bei der Sprengstoff eine nicht unerhebliche Rolle spielt.
Von mir aus soll jeder gerne glauben was er möchte, jedoch sollte dieser Glaube kein Grund sein, anderen in irgendeiner Form Leid zuzufügen. Es gibt absolut keine logischen Gründe, aus denen eine höhere Lebensform einen Menschen zum Mord bewegen könnte. Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen, einen kleinen Merkspruch für potenzielle "Gürteltiere" zu entwickeln:
Vor dem Detonieren
stets drüber sinnieren!

Sicher gibt es noch mehr Gruppen überaus rechthaberischer Leute, aber auch Individuen sollten sich einmal Gedanken über dieses Wort ("Individuum") machen, denn überraschenderweise sind auch Meinungen individuell und sollten es bleiben.

~Wayne~


*Running Gag aus Scrubs



Dienstag, 31. August 2010
Meine Tastatur - Ein Sommerloch-Artikel
Um auch etwas zum Sommerloch beigetragen zu haben, möchte ich heute mit einem unheimlich interessanten Artikel über meine Tastatur aufwarten:
Meine Tastatur ist schwarz. Sie hat 109 Tasten, von denen 30 Buchstaben darstellen, was zur Folge hat, dass sie sich hervorragend zum Schreiben eignet.
Zur Veranschaulichung ein Beispiel:

Hier ein Satz mit Buchstaben:
Das ist ein Satz, in dem Buchstaben benutzt werden.

Und hier ein Satz ohne Buchstaben:
,.

Außerdem gibt es zusätzlich zu einer Reihe Zahlentasten auch noch einen Ziffernblock, der die schnelle Eingabe besagter Ziffern erleichtern soll. Dazu wieder ein kleines Beispiel:

Hier die Zahlen 0 bis 9, eingegeben mit der normalen Tastenreihe:
0123456789

Und hier mit dem Ziffernblock:
0123456789

Wie das Beispiel zeigt, kann man durch Benutzung des Ziffernblocks sehr viel Zeit sparen. So kann ich z.B. in dieser Sekunde an diesem Artikel weiterschreiben, anstatt mich noch mit der zweiten Zahlenreihe abzumühen.
Eine weitere besondere Eigenschaft meiner Tastatur ist die Leertaste. Diese ermöglicht es, Zeichen durch Leerstellen zu trennen. Dazu noch ein Beispiel:

Hier ein Satz ohne Benutzung der Leertaste:
DasisteinSatzohneBenutzungderLeertaste.

Und hier mit Leerstellen:
Das ist ein Satz mit Benutzung der Leertaste.

Dieses Beispiel zeigt, wie übersichtlich die Leertaste Texte machen kann.
Und falls bei manchen Lesern jetzt die Frage aufkommen sollte, was dieser Artikel mit dem Sommerloch zu tun haben soll, hier ist die Antwort:
Er ist genauso interessant und sinnvoll wie andere Sommerloch-Artikel, wenn nicht sogar noch interessanter und sinnvoller.

So, zum Abschluss noch ein paar Impressionen davon, was man mit einer Tastatur noch so alles schreiben kann:
!"§$%&/()=?`²³{[]}\@€~*+#'><|µ,;.:-_^°

~Wayne~



Dienstag, 24. August 2010
Englisch für Anfänger - English for Oncatchers
Für all jene, die sich im Ausland nicht nur auf ihr "Otto-Englisch" verlassen wollen, gibt es heute einen kleinen Englisch-Kurs mit wichtigen und weniger wichtigen - hauptsächlich weniger wichtigen - Sätzen.

Gleich geht es los! - Equal goes it loose!

Hallo, ich suche Wiener Würstchen. - Halloween?

Wie geht es Ihnen? - How walks it you?

Ich suche einen gewissen Bill. - I search a conscience Bill.

Den Bill dort rechts? - The Bill of Rights?

Nein, das ist nur ein freilaufender Hund. - No, that is just a Liberty Bell?

Ich glaube, ich spinne! - I believe I spider!

Das ist ja ein Höllenhund! - Hells Bells!

Donnerwetter, der dreht ja völlig durch! - Thunderstruck, he spins yes totally through!

Da kommt schon ein Jäger! - There comes already Mick Jagger!

Und schon weilt er im Himmel. - Wheel in the sky.

Armer Hund. - Army dog.

Heute war nicht sein Tag. - Today was not a dog's day.

Jetzt heißt es auf zu Bill! - Now it is up to Bill!

Ich schulde ihm noch Geld. - I have got a Bill to pay.

Was ist los? - What is lot?

Kein Plan. - I have no plane.

Es ist schon spät. - Too Daze Gone.

Dann eben morgen. - Then flat tomorrow.

Bis dann. - Bite me, then.

Fortsetzung folgt. - Away-sitting follows.

Vielleicht... - Much light...

~Wayne~



Dienstag, 3. August 2010
99 Cent-Ballons
Diese Woche würde ich gerne ein Thema aufgreifen, das in einem Kommentar erwähnt wurde: x,99€-Preise. Da bietet sich doch das Wortspiel an, ob es eine billigere Verkaufsstrategie gebe. Aber natürlich, wer würde schon lieber runde Beträge zahlen anstatt seinen Geldbeutel vor Kleingeld überquillen zu sehen? Das wäre doch der reinste Wahnsinn! Schließlich kann man mit nur 2000 Centstücken schon wieder einen Betrag von stolzen 20 Euro zahlen. Man braucht also nur Ware im Wert von mindestens 1980 Euro (2000*x,99; x>=0) zu kaufen und erhält 20 Euro gratis! Solche Preise sind also quasi eine Abart der Aktionskarte. Nun, wie kann man derlei Untaten aufhalten? Hier sind ein paar mögliche Szenarien, die sich so in der Zukunft ereignen könnten:
1. Anstatt mit ganzen Zahlen rechnen Kinder ab der Grundschule nur noch mit x,99, um sie auf die Probleme beim Einkauf vorzubereiten. Das hat zur Folge, dass die Abgängerquote deutlich steigt. Die Überflutung des Arbeitslosenmarktes bringt die Regierung letztendlich dazu, ein Gesetz gegen x,99-Preise zu erlassen.
2. Amokläufe finden statt, deren Täter mit x,99-Waren in Verbindung gebracht werden können. Die daraus resultierende Folgerung, x,99-Preise förderten die Gewaltbereitschaft, führt zu deren Verbot in Deutschland.
3. Durch Galileo Mystery wird aufgedeckt, dass die x,99-Preise Teil einer Verschwörung der Illuminaten sind, die damit die "Order 99" ausrufen wollen, die alle Illuminaten weltweit dazu auffordert, die jeweilige Regierung zu stürzen. Selbstverständlich führt diese Erkenntnis zu einem Verbot solcher Preise.
Und für alle, die sich nicht bis zu einem dieser Geschehnisse gedulden können, hier noch ein Tipp zur Eigeninitiative: Keine x,99-Waren kaufen.

~Wayne~



Dienstag, 13. Juli 2010
Right English
I think, the problem with English is for many Germans, that they build sentences like they would do it in German. Too, they fall on many false friends in, which hangs together with direct near-lying translations. Another ground could be the late learning. The elder the brain, the badder its learning. The typical fault with "th" is too connected with this, seems it though that old peoples have more difficulties with its pronunciation than youngs. Especially bad is it with translated speakwords and so farer like "Who others a hole digs, falls self in" or "Too a blind chicken finds once a corn" or too "Idlewalk is every truck's beginning", "I think I spider" or "I have no plane". And because the main problem is your brain, gives it only one solution approach: Have you tried turning it off and on again?

~Wayne~



Dienstag, 29. Juni 2010
Vuvuzelas - Die Reiter der Trommelfell-Apokalypse
Mit folgender Frage werden sich wohl viele identifizieren können: Wie um alles in der Welt kommt man auf die Idee, ein "Instrument" zu erfinden, das umstehenden Personen im besten Fall nur massive Kopfschmerzen bereitet!? Das ist - richtig angewandt - gefährlicher als Passivrauchen! Man munkelt nämlich, dass man es tatsächlich schaffen kann, einem anderen Menschen durch einen lauten Vuvuzela-Ton direkt ins Ohr im wahrsten Sinne des Wortes das Gehirn wegzupusten. Betroffene denken sich dann nur noch, sie hätten ja nichts mehr zu verlieren und tröten eifrig
mit. Natürlich gibt es auch hier Beispiele, die dadurch an Intelligenz gewinnen konnten, aber im Regelfall überwiegen die Verluste. Hier also mein Appell:
Bitte den Gebrauch solcher Waffen nur noch mit Schalldämpfer erlauben!

~Wayne~